Eigenbau/Fahrzeuge/Standmodelle
Modelleisenbahn in Spur Z, Bilder der Modellbahn, Umbauten und Basteleien
Il Settebello Zackenbahn TransSib TE7 SVT877k Vindobona Transalpin Mistral RAm TEE SVT877 The Ghan Orientexpress
Glacier Express TranzAlpine New Zealand

Es sind einige Umbauten von Modellen des Atlas-Verlags dabei. Atlas liefert Standmodelle - das reizt schon, sie zum Fahren zu bringen. Wobei man deutlich sagen muss, dass die Detaillierung und die Bedruckung um Welten hinter der von Märklin und anderen Serienherstellern hinterherhinkt. Aber jeder "Zettie" ist froh, wenn er mal etwas unüblichere Modelle findet....


"Standmodelle"

Eine (nicht ganz vollständige) Zusammenfassung der Umbauten der Standmodelle der Atlas-Edition.

Il Settebello ETR300:


Il Settebello wird vom Atlasverlag für Spur Z als Standmodell aufgelegt - schöner wäre es, wenn er fahren würde.

Ich habe mehrere Umbauversuche gestartet.

Realisiert wurde der Umbau mit Teilen aus JR485, die Drehgestelle und der Motor wurden verwendet. Da die angetriebenen Drehgestelle Haftreifen bekommen und die Lauffläche der Märklinräder etwas breiter ist als bei dem Japaner, musste für die angetriebenen Drehgestelle eine BR216 herhalten.

(Wie man sieht, war sowohl am Chassis als auch am Settebello ein ausgiebiger Einsatz der Trennscheibe und des Fräsers nötig...)

Für die richtige Kurvengängigkeit war die Auslenkung der BR216-Drehgestelle zu gering. Deshalb wurden die Langlöcher, die das Drehgestell über einen Stift halten, länger gefräst.


Die Jakobsdrehgestelle sind ebenfalls "japanisch" und die Halterungen wurden aus Legoteilen gefräst.
Beide Triebköpfe sind motorisiert und sind per Kabel verbunden, was die Betriebssicherheit deutlich erhöht.
Wobei zwei der drei Jakobsdrehgestelle ebenfalls noch zur Stromabnahme beitragen.
(In der fertigen Ausführung sind die Kabel besser versteckt.)

Il Settebello war schließlich ein Elektrozug, deshalb hat er noch einen Pantographen spendiert bekommen.



Im Original waren manchmal auch nur Vierergarnituren unterwegs.

(Wobei meines Wissens die Vierergarnituren ETR250 waren und "Arlecchino" hießen.)


Zackenbahn:
Das Standmodell ET25 - Zackenbahn - von Atlas Minitrains wollte ich zum Fahren bringen.


Als Basis dient ein japanischer ZJ485 - günstiger Direktimport aus Japan (Made in China!) - dessen Chassis mit kleinen Kompromissen in Länge und Drehgestelle passt.

Kleinere Fräsarbeiten - und passt.

Die Pufferhöhe stimmt auch.
(Deshalb habe ich auch bei den Drehgestellen etwas mehr weggefräst...)
Die Stromabnehmer von Atlas sind sehr gewöhnungsbedürftig, sie wurden durch Märklin-Pantografen ersetzt, auch die etwas klobigen Puffer wurden durch solche einer Märklinlok ersetzt.

Von Ralph Neumann hatte ich den Tipp, daß man aus der Zackenbahn auch einen ET51 bauen könnte. Etwas sägen und spachteln und man könnte meinen, es wäre ein ET51.
Da mir der Rest zum Wegwerfen zu schade war, gab es noch einen Beiwagen....


TransSib TE7:


Eine BR151 wurde verwendet. Obwohl sie einige Millimeter zu lang ist - man muss eben mal einige Augen zudrücken - aber wo sonst bekomme ich angetriebene dreiachsige Drehgestelle her?
Nach geringem Einsatz der Trennscheibe passte das Chassis soweit.
(Die B-Einheit muss den Überstand des Chassis auffangen, deshalb sind dort die Drehgestelle nicht symmetrisch platziert - aber wie war das mit den Kompromissen noch mal?)



Ein weiteres Problem ist: Wo bekomme ich passende Wagen her?
Der Atlas-Verlag liefert nur einen Gepäckwagen mit - etwas wenig für einen Zug...,.
Von der Form passen am ehesten USA-Waggons - farblich etwas umgestaltet.
(Eine hübsche Vorstellung, dass US-Wagen in der Transsibirischen Eisenbahn fahren...)


Hier ein Bild vom Original.



Ein zweiter Versuch motorisierte die Dieselloks mit zwei Märklinchassis mit Zweierdrehgestellen, nicht ganz original aber sehr funkionsfähig - die beiden Loks sind elektrisch verbunden und somit sehr betriebssicher. Auch die Wagen wurden wieder aus US-Streamliner umlackiert. Decals zeigen jetzt, wo es hingeht....


SVT877k:

Ein Modellbahner würde diesen Umbau niemals auf seine Gleise stellen - irgendetwas ist total falsch....
Der SVT877 war ein zweiteiliger Dieseltriebzug. Da ich aber den SVT04 von Märklin schon habe, macht es in meinen Augen wenig Sinn, den praktisch baugleichen SVT877 zu motorisieren. So wurde aus dem SVT877 der "SVT877k" - "k" wie kurz. Ein Dieseltriebwagen, wie es ihn nie gab.


VT18 Vindobona:

Das Japan-Chassis musste verlängert werden, dann passte es in den Mittelwagen.

Die Drehgestelle der Triebköpfe sind ebenfalls "japanisch" und in die Gehäuse eingeklebt.


Transalpin:
Das Chassis einer BR110 paßt mit kleinen Änderungen als Antrieb in die Transalpin-Lok. D-Zug-Wagen machen die Transalpin-Wagen fahrfähig.


Mistral:
Das Chassis einer BR103 paßt mit kleinen Änderungen als Antrieb in die Mistral-Lok. Orient-Express-Schlafwagen machen die Mistral-Wagen fahrfähig.
(Wobei es mir um die Spender-Wagen eher leid tat als um die Spender-Lok.)


RAm TEE:
Den Steuerwagen habe ich aus zwei Gehäusen des Atlasverlags zusammengesetzt.
Der Triebkopf wurde mit einer zersägten BR103 motorisiert. Damit ist zwar nur ein Drehgestell angetrieben (mit Haftreifen) aber das zweite wird mit zur Stromaufnahme herangezogen.


SVT877 Fliegender Hamburger:

Eigentlich wollte ich den nicht bauen... (s.o.) Aber ich hatte etwas Material übrig. Jetzt hat der SVT04 eben außer dem SVT877k noch den SVT877 neben sich....
Ein PlusUp-Fahrwerk wurde gekürzt und etwas schmäler geschliffen. Jetzt ist nur noch ein Drehgestell angetrieben, das zweite dient zur zusätzlichen Stromaufnahme, die Zahnräder des Antriebs wurden entfernt und eine kleine Platte zur Aufnahme der 2mm-Schrauben wurde angebracht.
Das Jakobsdrehgestell bekommt noch eine Verblendung, auch Licht ist vorgesehen...


The Ghan:

Das Lokgehäuse ist zu schmal für einen Motor, deshalb sitzt der Antrieb im ersten Personenwagen. Ein PlusUp-Fahrwerk musste etwas verlängert werden, dann passte es.
(Digitalisierung kommt vielleicht noch ...)


Orientexpress:
Die umgebauten Wagen werden von einer Märklinlok gezogen.


Glacier Express:
Die umgebauten Wagen werden von einer Märklinlok gezogen.


TranzAlpine New Zealand:


Dem Shorty von Rokuhan ist es zu verdanken, daß der TranzAlpine umgebaut werden konnte. Wobei es kein maßstäblicher Umbau ist: Der TranzAlpine fährt auf einer Meterspur, der Shorty hat Normalspur.
Zunächst jedoch geht es dem Shorty an den Kragen: Er wird zerlegt und große Teile werden weggefräst. Zuvor jedoch wird der Motor mit 2K-Kleber fixiert, nach dem Zerlegen würde der Motor nicht mehr halten.

Auch die Atlasmodelle werden bearbeitet. Meine Modelle waren recht fest zusammengeklebt, so daß es brachialer Gewalt bedurfte...
Die Fotos zeigen die Gehäuse noch im Rohzustand, die Schnittkanten wurden noch farblich behandelt.
Das Lokgehäuse ist zu schmal für den Motor. Auch die Wagen sind recht schmal, das zurechtgeschliffene Shorty-Fahrwerk passt jedoch hinein.
Zuerst habe ich in einen Wagen zwei Shorty-Antriebe eingebaut. Zunächst wollte ich beide Motoren in Reihe schalten, um die Shorties etwas abzubremsen. Das klappte jedoch nicht, ein Motor lief gar nicht oder verspätet an. Die Motoren haben wohl zu unterschiedliche Kenndaten. (Soviel zur Qualität der Shorty-Motoren.) Danach habe ich beide Motoren parallel geschaltet und je einen 220 Ohm-Widerstand davor - klappt. Aber nicht perfekt: Unter Last brechen die Shorties ein.
Deshalb nochmal Umbau: Beide Antriebswagen haben je einen Shorty ohne Vorwiderstand. Beide Wagen können elektrisch gekuppelt werden, um die Fahrsicherheit zu erhöhen.
Der gesamte Antrieb hat somit zwei Achsen mit Haftreifen (pro Shorty eine Achse) und insgesamt sechs Achsen zur Stromabnahme - das sorgt für eine relativ sichere Fahrt.
Die Lok und ein weiterer Wagen erhalten Drehgestelle von unmotorisierten Shorty-Fahrwerken. Wobei der Preisunterschied zum motorisierten Fahrwerk marginal ist.
Von den Drehgestellen für die Lok bleibt nach dem Fräsen nicht mehr viel übrig.
Noch ein Bild des ganzen Zugs:

Und der Link zu einem Video.